Kosmetik ohne Tierversuche

Kosmetik ohne Tierversuche gibt es in Deutschland mittlerweile von verschiedenen Herstellern zu kaufen. Nichtsdestotrotz sind noch immer etwa 90 Prozent aller im Handel erhältlichen Kosmetikartikel an Tieren getestet worden. Laut der Tierrechtsorganisation Peta lassen etwa 40.000 Tiere pro Jahr ihr Leben allein für Kosmetikprodukte. Das Tests an Tieren, die sich vom Menschen stark unterscheiden, nicht wirklich aussagekräftig sind in Hinsicht auf die Wirkung auf den Menschen, wird dabei gerne verschwiegen.



Laut Gesetz sind drei  Testverfahren für kosmetische Produkte notwendig: Der LD-50-Test, der Draize-Test sowie der Hautreizungstest.  Beim sogenannten LD-50-Test wird dem Tier der zu testende Stoff direkt in den Magen bzw. Muskeln oder Bauchhöhle gespritzt. Bei dem Versuch die richtige Menge herauszufinden, stirbt etwa die Hälfte aller Versuchstiere qualvoll.

Beim Draize-Test wird der Test-Rohstoff einem Kaninchen in die Augen getropft. Der chemische Stoff greift die empfindliche Augenschleimhaut an und verätzt sie, wodurch das Tier erblindet und zudem starke Schmerzen hat.

Bei dem Hautreizungstest ritzt man dem Tier die Haut großflächig auf und reibt den zu testenden Stoff auf die Haut, was Ekzeme und Entzündungen sowie Schmerzen beim Tier verursacht.

Jeden Tag enden auf diese Weise qualvoll Tiere, nur damit ein weiteres Produkt, welches es sowieso schon in x-facher Ausfertigung gibt, auf den Markt kommt. Dabei muss das nicht so sein. Es gibt mittlerweile ein großes Sortiment an tierversuchsfreier Kosmetik welche entsprechend gekennzeichnet ist.

Kosmetik ohne Tierversuche ist längst salonfähig geworden und die Hersteller warten mit zahlreichen Produkten auf, die gut riechen und auch nicht teurer sind als herkömmliche Kosmetika.

Kosmetik ohne Tierversuche findet man in der Regel in Bioläden und auch Biosupermärkten, darüber hinaus in größeren Kaufhäusern und auch bekannte Drogerieketten wie etwa DM oder Müller haben mittlerweile ein beachtliches Sortiment an tierversuchsfreier Kosmetik. Wer auf dem Dorf wohnt und keine Einkaufsmöglichkeit in der Nähe hat, der kann auf verschiedene Onlineshops zurückgreifen, die eine große Vielfalt an Kosmetik ohne Tierversuche anbieten.

Kosmetikhersteller die ohne Tierversuche auskommen sind beispielsweise Tautropfen, Melvita, Primavera, Lush, BodyShop, Dr. Hauschka, L’occitaine und Martina Gebhardt. Diese sind allerdings in der etwas höheren Preisklasse angesiedelt.

Wer über kein großes Budget verfügt aber trotzdem Kosmetik ohne Tierversuche kaufen möchte, der wird bei Drogerieketten wie etwa DM, Müller und Rossmann gut bedient. Hier gibt es für einen kleinen Preis hochwertige Kosmetik ohne Tierversuche von Herstellern wie Alverde (DM Hausmarke), Terra Naturi (Müller Hausmarke), Alterra (Rossmann Hausmarke). Hier findet sich alles vom Duschbad und Shampoo, über Rasiercreme bis hin zur Tagescreme. Auch das einstmals etwas vernachlässigte Regal für den Herrn füllt sich in letzter Zeit stetig mit neuen Produkten die ohne Tierversuche auskommen.

Doch wie erkennt man eigentlich, dass es sich um Kosmetik ohne Tierversuche handelt? Einige Hersteller haben auf der Verpackung ein Siegel mit einem kleinen Häschen mit einer schützenden Hand darüber. Dieses Siegel zeigt, dass es sich um ein Produkt handelt, welches nach den Richtlinien des Deutschen Tierschutzbundes hergestellt wurde. Für Veganer gibt es zudem noch eine grüne Sonnenblume in einem grünen Kreis – diese zeigt an, dass das Produkt keinerlei tierische Inhaltstoffe enthält wie etwa Bienenwachs oder Honig. Einige wenige Hersteller haben trotz tierversuchsfreier Kosmetik leider gar keine Siegel auf der Verpackung, so dass hier Internetrecherche angesagt ist.

Wer also ein Herz für Tiere hat, kann heutzutage ganz einfach etwas gegen Tierversuche unternehmen indem er Kosmetik ohne Tierversuche kauft. Dank der Siegel und der reichen Auswahl steht Kosmetik ohne Tierversuche der “herkömmlichen” Kosmetik heutzutage in nichts mehr nach.